HR / Human Resources – Die Mitarbeiter im Unternehmen

Dass unsere Mitarbeiter unser wichtigstes Gut sind, ist an sich eine Binsenweisheit. Trotzdem wird es noch lange nicht in allen Unternehmen angemessen gelebt. Glücklicherweise sind wir von der Sichtweise „Das Personal ist Mittel. Punkt.“ mittlerweile weit entfernt. Bis zum Ziel „Das Personal ist Mittelpunkt.“ finden wir jedoch noch verschiedene Ausprägungen.

Ist das Personal Mittelpunkt?

Neben Unternehmen, die eine vorbildliche Mitarbeiterkultur haben, gibt es Firmen, in denen Maschinen besser gepflegt werden als die Belegschaft. Warum ist Personalarbeit, Personalmanagement, Human Resources so wichtig? Warum zahlt sich die Pflege der Belegschaft aus?

In einem Unternehmen kann nur gut, effektiv und profitabel gearbeitet werden, wenn die richtigen Leute am richtigen Platz sind. Zum einen erreichen die Unternehmen das dadurch, dass sie ihre Mitarbeiter gut auswählen. Ein guter Bewerbungsprozess und eine gute Einarbeitung garantieren einen erfolgreichen Start von tollen Mitarbeitern.

Zum anderen sorgen die Unternehmen dafür, dass ihre Mitarbeiter sich entwickeln können. Letztendlich steht kein Mitarbeiter morgens auf, um einen schlechten Job zu machen. Wenn im Job etwas nicht funktioniert, fehlt es an Ressourcen, Kompetenzen, Befugnissen oder Informationen.

Wenn Führungskräfte und Personalmanagement darauf achten, dass den Mitarbeitern alles zur Verfügung steht, resultiert das in einer guten Performance der Mitarbeiter – und die resultiert in unternehmerischem Erfolg und damit Gewinn.

Warum läuft das denn nicht?

Das hört sich doch ganz stimmig und leicht an, oder? Und trotzdem funktioniert das nicht in allen Unternehmen. Warum? Dafür gibt es zwei Gründe.

Können und Wollen

Es kann an den Mitarbeitern selbst liegen. Während das „Können“ vom Unternehmen entwickelt und gefördert werden kann, muss das „Wollen“ aus dem Mitarbeiter selbst kommen. Ketzerisch ausgedrückt: Vorgesetzte sind nicht dazu da, Mitarbeiter zu motivieren – Vorgesetzte wollen motivierte Mitarbeiter haben! Top-Mitarbeiter bringen diese Motivation selbst mit. Sie wollen gefordert werden, sind aktiv und freuen sich, wenn sie mit Gleichgesinnten daran arbeiten können, das Unternehmen nach vorne zu bringen. Das sorgt für eine Aufwärtsspirale.

Gute Mitarbeiter sind loyal, sie bleiben gern im Unternehmen – sofern sie sehen, dass es sich lohnt, die Motivation und Begeisterung auszuleben. Und wenn das nicht getrübt wird durch Kollegen, denen das „Wollen“ fehlt, die sich „mitschleppen“ lassen. Die nicht nur nicht die Aufgaben gut und richtig erledigen, für die sie eingestellt wurden, sondern deren unzulängliche Arbeit auf dem Rücken der guten Leute ausgetragen wird, die dadurch eine Mehrbelastung haben.

Um eine Abwärtsspirale zu vermeiden, ist es die Pflicht eines Unternehmers herauszufinden, ob das „Wollen“ durch einen Appell, sich weiterzubilden und an sich zu arbeiten, bei den unproduktiven Kollegen auf fruchtbaren Boden fallen kann. In einer fruchtbaren Unternehmenskultur, in der Führungskräfte als Vorbild vorangehen, wird mit Nicht-Wollenden gearbeitet, damit sie wieder auf Kurs kommen. Oder sie werden aufgefordert, das Unternehmen zu verlassen.

Keine Zeit zum Führen

Es kann an der Führung liegen. Noch nicht einmal absichtlich: Vorgesetzte versinken im Tagesgeschäft, finden nicht die Zeit, sich zu kümmern und lassen die Mitarbeiter auf sich selbst gestellt. Unternehmensleitbild? Fehlanzeige. Oder die Leitlinien hängen eingerahmt an der Wand, werden aber nicht gelebt.

So geht Mitarbeiterbindung

Was also tun? Entwickeln Sie sich zu einem „sexy“ Arbeitgeber, bei dem Top-Mitarbeiter gerne arbeiten. Machen Sie einen Unterschied. Seien Sie als Führungskraft Vorbild, leben Sie eine gute Unternehmenskultur.

Sie können jeden Tag damit anfangen.

Und dann – feiern Sie Ihre Top-Leute, zeigen Sie Ihre Anerkennung! Fördern Sie das Mittelfeld, damit sich hier weitere gute Leute entwickeln. Und treffen Sie Entscheidungen. Wer nachhaltig den Eindruck erweckt, nicht zu wollen, den stellen Sie vor die Wahl: Entweder zu gehen. Oder aber an sich zu arbeiten und Freude daran zu entwickeln, den geforderten Leistungsbeitrag zu bringen.

Es ist oft gar nicht so schwer, die Mitarbeiter wieder für das eigene Unternehmen zu gewinnen.

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